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Elizabeth Lieblinge
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"Sie mag - und zwar in dieser Reihenfolge - Hunde, Pferde, Männer und Frauen", schrieb ihr Biograf Graham Turner.
So richtig begeistern kann sich Elizabeth II. nur für Vierbeiner, neben Pferderennen sind Corgis ihre einzige Leidenschaft. Wenn morgens um 9.00 Uhr unter ihrem Fenster des Buckingham-Palasts der Dudelsackspieler einen 15-minütigen Weckruf spielt, dann redet sie erst einmal lange mit den Hunden. Mit Menschen, vor allem Frauen, tut sie sich schwerer, ist oft einsilbig. "Es ist harte Arbeit, mit ihr zu reden, wenn man sich nicht über Tierärzte und Floh-Halsbänder unterhalten kann", sagt eine Hofdame. Und wehe, einer ihrer Bediensteten behandelt die kurzbeinigen Hunde nicht mit dem angemessenen Respekt. 1999 degradierte die Queen einen ihrer Top-Lakaien, weil der ihre geliebten Corgis angeblich regelmäßig betrunken gemacht hatte. Matthew King, der die Queen bei Paraden und Kutschfahrten in roter Uniform begleitete, habe den Tieren so oft Gin und Whisky ins Futter gemischt, dass sie schließlich schon ganz wild darauf gewesen seien, berichtete die Zeitung "The Sun". "Er fand es komisch, die Hunde herumstolpern zu sehen", sagte ein Palast-Insider. Als die Königin dahinterkam, wurde der Diener auf den Rang eines normalen Lakaien zurückgestuft. Jetzt verdient er statt 1800 nur noch rund 1500 Euro im Monat und darf nicht mehr mit Pharos, Kelpe, Swift, Emma, Harris, Brandy, Cider und Berry Gassi gehen. Fraglich ist allerdings, ob sich der Rest der Dienerschaft darum reisst. Ein Bediensteter sagte der "Sun": "Die Hunde können eine ziemliche Plage sein und sind auch ein bisschen bissig." Das bekam vor Jahren auch Elizabeth II. zu spüren. Ihre Lieblingstiere haben nicht nur Lakaien, Butler, Stallmeister, Polizisten, Bodyguards und natürlich Postboten gebissen, sondern auch die Monarchin selbst. Als die Queen acht eigene Corgis und zwei der Königinmutter spazieren führte, sollen die Tiere aneinandergeraten sein. Während Elizabeth versuchte, die kämpfenden Hunde zu trennen, sei sie laut "Sun" so heftig in die Hand gebissen worden, dass diese genäht werden musste. Was noch schlimmer ist, die kleinen Teufel haben inzwischen die Polster im königlichen Land Rover ruiniert und mindestens einem offiziellen Gast ans Bein gepinkelt. Dennoch sind die Hunde die einzigen Wesen, die von der Königin in der Öffentlichkeit Streicheleinheiten bekommen. Ein offizieller Film über das Privatleben der Königsfamilie erhielt 1969 den inoffiziellen Titel "Corgi und Beth", weil sich Elizabeth lieber mit ihren Hündchen als mit Mann und Kindern präsentierte. Prinz Philip ist übrigens der einzige, der sich ungestraft über die "bloody dogs" (die "verdammten Hunde") mokieren darf. In unguter Erinnerung ist bei Hofe noch ein amerikanischer Fotograf aus dem Gefolge von Bill Clinton, der einem der Tiere auf die Pfote trat, woraufhin es in lautes Winseln ausbrach. Der Unglückliche redete sich damit heraus, dass Winston Churchill einst ein ähnliches Missgeschick unterlaufen sei.
Die Weihnachtsferien sind mit die schönste Zeit des Jahres für die Queen. Dann kann sie sich endlich die Zeit nehmen, jeden Tag selbst mit ihren Corgis Gassi zu gehen und die Hündchen kräftig zu verwöhnen. Zum Schutz gegen scharfe Kiesel tragen sie beim Herumtollen in Garten Gummischuhe und sie bekommen extra gutes Futter. Dabei ist auch die Alltagskost nicht zu verachten. "Ich habe jeden Tag für sie frisches Huhn gekocht, was drei Stunden in Anspruch nahm", verriet die Hofköchin Liza Salvatore. Die Corgis der Queen Mum bevorzugen dagegen in Würfel geschnittenes Beef mit Rührei. "Wenn sie das Futter mischt, kann man mit ihr über alles reden. "Aufgetragen wird auf einem Silbertablett" sagt ihr ehemaliger Butler Paul Burrell.
Lang vorbei sind die Zeiten, da die Palast-Hunde als Vorkoster eingesetzt wurden, um das Staatsoberhaupt vor einem Anschlag mit vergiftetem Essen zu bewahren. Zum gemeinsamen Nachmittagstee lässt die Queen ihren Lieblingen nach Recherchen der "Mail on Sunday" traditionelle englische Rosinenbrötchen mit Sahne und Erdbeermarmelade servieren - was der Tierarzt gar nicht gern sieht.
Bei offiziellen Banketten ist sie schon dabei beobachtet worden, wie sie Essensreste unter den Tisch fallen ließ. Und zur Ruhe legen sich die Corgis in Hand gemachten Betten. Verblichene Corgis werden traditionell im Garten von Schloss Windsor zur letzten Ruhe gebettet. Gedenksteine erinnern dort an sie. Zuletzt verschied der Leitrüde "Kelpie" im hohen Alter von 17 Jahren. Für manchen Zweibeiner war es das Ende eines beneidenswerten Lebensweges. Der "Daily Express" schrieb: "Wenn der Reinkarnationsglaube doch wahr sein sollte, dann wäre eine Rückkehr als einer der Corgis Ihrer Majestät eine attraktive Option."
Ihre Liebe zu Pferden ist wohlbekannt. Mit vier Jahren bekam die Queen ihr erstes Pony. In den königlichen Ställen stehen 25 Zuchtpferde, 2 Hengste und 25 Reitpferde. Die Pferde der Queen haben in über 600 Rennen gewonnen. In den Royal Mews leben ca. 30 Pferde, die für zeremonielle Anlässe gebraucht werden. Bei einer öffentlichen Zeremonie ritt die Queen zum letzten Mal bei Trooping the colour 1986 auf dem Pferd Burmese mit. Die Königin hatte mit dem Tier an jedem Trooping the colour seit 1969 teilgenommen, bis es 1986 das Gnadenbrot bekam.
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Auf dem Rücken von "Tinkerbell"
Anlässlich des Geburtstages der Queen wurde in den britischen Medien ein Foto der Queen auf dem Rücken ihres Lieblingspferdes "Tinkerbell" veröffentlicht. Das Bild, auf dem auch Prinzessin Anne und deren Tochter Zara Phillips zu sehen sind, wurde kurz vor Ostern in Windsor aufgenommen. Im Gegensatz zu ihrer Tochter und Enkelin verzichtete die Queen auf einen Reiterhelm und trägt ein Kopftuch. Die Monarchin, die im vergangenen Jahr zwei Knieoperation hatte, feiert offiziell ihren Geburtstag erst im Juni.
Mit Material von Dpa, Reuters und dem Mdr.
Queen-Elizabeth-Museum Irma Oettinger Bergstr. 3 74239 Hardthausen / Gochsen
Tel: täglich von 10.00 - 13.00 Uhr Tel: +49 (0) 07139- 1219
E-Mail: info@queen-elizabeth-museum.de
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